Marburger Blaulichtabend
Warum gibt es den Marburger Blaulichtabend?
Die Anforderungen an Einsatzkräfte verändern sich kontinuierlich.
Klimawandel, Extremwetterlagen, komplexe Schadensereignisse, Digitalisierung, Fachkräftemangel sowie steigende psychische Belastungen machen deutlich, dass erfolgreiche Gefahrenabwehr heute mehr denn je organisationsübergreifendes Denken erfordert.
Der Marburger Blaulichtabend ermöglicht den gemeinsamen Austausch zu gemeinsamen Themen und schafft einen Raum für:
- neue wissenschaftliche Erkenntnisse
- praktische Erfahrungen aus realen Einsätzen
- den Austausch zwischen unterschiedlichen Professionen
- gegenseitiges Verständnis
- nachhaltige Netzwerke
- Innovationen im Bevölkerungsschutz.
Große Herausforderungen lassen sich eben nur gemeinsam bewältigen. Das Veranstaltungsformat fördert somit nicht nur das Miteinander im Sinne von "In der Krise Köpfe kennen", sondern auch: VOR der Krise Köpfe kennen!
Gemeinsam den Bevölkerungsschutz weiterdenken.
Der Marburger Blaulichtabend ist eine interdisziplinäre Plattform für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer im Bevölkerungsschutz.
Seit 2023 kommen einmal jährlich Einsatzkräfte, Führungspersonen, Lehrende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie weitere Interessierte aus unterschiedlichen Organisationen (und Einrichtungen) zusammen, um aktuelle Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes aus verschiedenen fachlichen Perspektiven zu beleuchten, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam voneinander zu lernen.
Im Mittelpunkt steht dabei das gemeinsame Ziel, die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz nachhaltig zu stärken. Kurze Fachvorträge, Praxisberichte und Diskussionen bieten Impulse für Einsatzpraxis, Ausbildung, Führung und Wissenschaft und schaffen Raum für neue Kooperationen.
Für wen?
Der Marburger Blaulichtabend richtet sich an die "Blaulichtfamilie" des Landkreises Marburg-Biedenkopf sowie an alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder wissenschaftlich mit Fragen des Bevölkerungsschutzes, der Gefahrenabwehr und des Krisenmanagements beschäftigen oder daran interessiert sind.
Willkommen sind insbesondere:
- Feuerwehr
- Rettungsdienst
- Polizei
- DLRG
- THW
- Hilfsorganisationen
- Leitstellen
- Psychosoziale Notfallversorgung/Notfallseelsorge
- Führungskräfte
- Lehrende, Studierende, Wissenschaft
- Mitarbeitende aus Behörden, Verwaltungen und weiteren Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes
- alle Interessierten, die den interdisziplinären Austausch fördern und den Bevölkerungsschutz gemeinsam weiterentwickeln möchten.
Nächster Termin:
4. Marburger Blaulichtabend 2026
Freitag | 04. September 2026
18:00–21:00 Uhr
Kreistagssitzungssaal Marburg
Programm
Begrüßung
Corinna Posingies
Erfahrungen und Lessons Learned aus Einsätzen der DLRG
Marie Heller
Room of Errors am UKGM Gießen
Nadine Hadem-Graumann
Fachkräftemangel an Rettungsdienstschulen
Julian Wiggelinghoff
Kritische Kommunikation in der Leitstelle
Rafael Trautmann
Die Vorträge
Vortrag: Kritische Kommunikation in der Leitstelle – Wie funktionieren die „Stellwerke“ der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr
In seinem Vortrag nimmt Rafael die Teilnehmenden mit in die „Welt der Leitstellen“. Er erklärt, wie viele Leitstellen es in Deutschland gibt, wie sie organisiert sind und wie unterschiedlich dort gearbeitet wird. Zudem zeigt er, warum faktenbasierte und objektiv überprüfbare Einsatzentscheidungen oft schwierig sind und welche „kommunikativen Fallen“ im Notrufgespräch entstehen können. Denn Notrufkommunikation folgt anderen Regeln als Alltagskommunikation: Informationen gezielt zu erfragen und zu bewerten, ist regelmäßig eine große Herausforderung. Leitstellenarbeit ist daher deutlich komplexer, als es von außen erscheinen mag – und weit mehr als „nur ein bisschen telefonieren und funken“.
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(Beschreibungen werden zeitnah ergänzt)
Die Referenten
Marie Heller studiert den Bachelorstudiengang Medizin- und Pflegepädagogik. Durch ihre praktische Erfahrung als Mitglied der Einsatzmannschaft der DLRG Marburg bringt sie wertvolle Einblicke in den Bevölkerungsschutz und die Einsatzpraxis mit. Darüber hinaus verfügt sie über berufliche Erfahrungen als Operationstechnische Assistentin (OTA)in der Herzchirurgie des UKGM, wodurch sie fundierte Kenntnisse aus dem klinischen Akutbereich einbringt. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen insbesondere an der Schnittstelle von medizinischer Praxis, Notfallversorgung und pädagogischer Vermittlung.
Nadine Hadem-Graumann ist Medizinpädagogin (MA) und arbeitet am UKMG in Giessen. (...)
Rafael Trautmann (50) ist Sprecher der Arbeitsgruppe Leitstelle der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaften(DGRe) und hauptberuflich Beamter im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst in einer Regionalleitstelle in Nordrhein-Westfalen. Er ist Autor wissenschaftlicher Publikationen zum Schwerpunkt „Leitstelle“ und hat in den vergangenen Jahren mehrere leitstellenspezifische Studien durchgeführt. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen „kritische Kommunikation im Notruf“ sowie„Prozesse und Organisation von Leitstellen“.
Julian Wiggelinghoff ist Berufspädagoge und Notfallsanitäter. Seit 2008 arbeitet er im Rettungsdienst, seit 2015 ist er Praxisanleiter und seit 2016 am Bildungszentrum des DRK-Rettungsdienstes Mittelhessen in Marburg tätig. Er hat einen Bachelorabschluss an der WLH in Fürth im Studiengang Berufspädagogik im Gesundheitswesen (2020) gemacht und seinen Masterabschluss an der RPTU Kaiserslautern im Studiengang Schulmanagement (2023).
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(weitere Beschreibungen werden zeitnah ergänzt)
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Veranstalter
Der Marburger Blaulichtabend wird ehrenamtlich von Prof. Dr. Corinna Posingies organisiert und in Kooperation mit dem Kreisfeuerwehrverband Marburg-Biedenkopf sowie dem Fachbereich Gefahrenabwehr des Landkreises Marburg-Biedenkopf durchgeführt.